Eine repräsentative Umfrage von Sirius Campus und Aeiforia deckt auf, dass die Sorgen der Deutschen um ihren Lebensstandard im Alter zunehmend größer werden.
Zwei Drittel der Befragten äußern Bedenken – ein signifikanter Anstieg um neun Prozentpunkte im Vergleich zu einer ähnlichen Erhebung vor drei Jahren. Die Studie, die zwischen dem 4. und dem 27. Oktober 2023 durchgeführt wurde, umfasste 1.601 Entscheidungsträger in Versicherungsangelegenheiten im Alter von 18 bis 60 Jahren.
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass 58 Prozent der Deutschen befürchten, im Alter von Armut betroffen zu sein. Dies stellt eine deutliche Mehrheit dar und spiegelt eine wachsende Furcht vor Altersarmut wider, die auch in den Erhebungen der Jahre 2020 und 2017 erkennbar war. Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie hat sich die persönliche Vorsorgesituation leicht verbessert: 43 Prozent der Befragten fühlen sich ausreichend für das Alter abgesichert, ein leichter Anstieg im Vergleich zu den etwa 40 Prozent im Jahr 2020.
Besonders bemerkenswert ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen in Bezug auf ihre Altersvorsorge. Während 21 Prozent der Männer angeben, nicht ausreichend vorgesorgt zu haben oder nicht genügend über Altersvorsorge informiert zu sein, betrifft dies sogar 32 Prozent der Frauen. Dies bedeutet, dass fast jede dritte Frau sich sowohl in der Vorsorge als auch im Wissen unzureichend fühlt.
Die Ergebnisse verdeutlichen die dringende Notwendigkeit, das Bewusstsein für Altersvorsorge zu stärken und insbesondere Frauen besser zu informieren und zu unterstützen. Es ist wichtig, dabei zu berücksichtigen, dass es sich bei diesen Angaben um Selbsteinschätzungen handelt, die nicht zwangsläufig die tatsächliche Vorsorgesituation widerspiegeln.
Die Studie, ein Bestandteil des Kundenmonitors Assekuranz 2023 von Sirius Campus GmbH und Aeiforia GmbH, betont, wie entscheidend das Thema Altersvorsorge für die deutsche Bevölkerung ist. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer umfassenden, individuellen Beratung.
Angesichts dieser Ergebnisse erscheint es unerlässlich, Aufklärungs- und Beratungsangebote in Bezug auf Altersvorsorge auszubauen. Dies umfasst die Bereitstellung detaillierter Informationen zu verschiedenen Spar- und Anlageoptionen, staatlichen Förderungen und Rentenversicherungen. Besonders für Frauen, die eine höhere Lebenserwartung haben und oft niedrigere Rentenansprüche, ist es wichtig, spezifische Beratungsangebote bereitzustellen. Solche Maßnahmen können dazu beitragen, das Wissen über Altersvorsorge zu verbessern und eine adäquate finanzielle Planung für das Alter zu fördern.
Abschließend ist festzuhalten, dass die Umfrageergebnisse ein klares Zeichen für die Notwendigkeit einer verbesserten finanziellen Bildung und Beratung sind. Eine umfassende und individuelle Vorsorgeplanung ist der Schlüssel, um finanzielle Sicherheit im Alter zu gewährleisten und das Risiko der Altersarmut zu minimieren.
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