Wer aktuell noch seine Rente in bar über einen Scheck erhält, sollte jetzt aktiv werden. Denn ab dem 1. Januar 2026 werden Rentenzahlungen nur noch per Überweisung auf ein Girokonto abgewickelt. Das betrifft insbesondere Rentnerinnen und Rentner, die bislang keine Kontoverbindung hinterlegt haben.
Was passiert, wenn kein Konto angegeben wird?
Wird dem Rentenservice bis zur Umstellung kein Girokonto mitgeteilt, wird die Rentenanzeige vorübergehend ausgesetzt. Das Geld geht dabei nicht verloren – die Zahlung wird nachgeholt, sobald eine gültige Kontoverbindung vorliegt.
Trotzdem kann ein solcher Zahlungsverzug im Alltag schnell zu finanziellen Engpässen führen, etwa bei laufenden Kosten wie:
- Miete,
- Nebenkosten,
- Versicherungsbeiträgen,
- Daueraufträgen für Telefon, Internet oder Mitgliedschaften.
Umso wichtiger ist es, frühzeitig zu handeln und eine Kontoverbindung zu hinterlegen.
Was tun, wenn kein Girokonto vorhanden ist?
Wer bisher ganz auf ein Konto verzichtet hat, kann ein sogenanntes Basiskonto eröffnen. Dieses ist gesetzlich vorgesehen und funktioniert wie ein gewöhnliches Girokonto – mit:
- Überweisungsfunktion,
- Daueraufträgen,
- und einer Zahlungskarte (z. B. Debitkarte).
Wichtig: Das Recht auf ein Basiskonto gilt für alle Bürgerinnen und Bürger in der EU, unabhängig von Bonität oder Wohnsituation. Kein Kreditinstitut darf eine solche Kontoeröffnung ohne triftigen Grund verweigern.
Nächste Schritte: Kontodaten übermitteln
Um Unterbrechungen bei der Rentenzahlung zu vermeiden, empfiehlt es sich, frühzeitig aktiv zu werden. Die Kontoverbindung kann beim Rentenservice der Deutschen Post auf verschiedenen Wegen eingereicht werden – zum Beispiel:
- schriftlich per Formular,
- telefonisch über die Service-Hotline,
- oder – sofern möglich – online.
Je eher dieser Schritt erfolgt, desto reibungsloser verläuft die Umstellung im Jahr 2026. Idealerweise testen Sie die Konto-Einrichtung für andere Zahlungen (z. B. Nebenkosten) bereits im Vorfeld, um sicherzugehen, dass alles korrekt funktioniert.
Wert professioneller Unterstützung
Gerade im höheren Alter oder bei komplexeren Lebensumständen kann sich der Umgang mit Bankformularen, Online-Portalen oder Behörden schwierig gestalten. Hier kann die Begleitung durch fachkundige Unterstützung viel Stress nehmen – zum Beispiel:
- bei der Kontoeröffnung (Basiskonto oder klassisches Girokonto),
- beim Ausfüllen und Einreichen der Formulare für die Rentenumstellung,
- oder bei weiterführenden Fragen rund um Ruhestand und Finanzen.
Oft lohnt sich in diesem Zuge auch ein Blick auf angrenzende Themen wie:
- zusätzliche Altersvorsorge,
- passenden Krankenversicherungsschutz im Ruhestand,
- oder eine strukturierte Erbschafts- und Nachlassplanung.
Unser Fazit für Sie
Die Umstellung auf die ausschließliche Überweisung der Rente betrifft ab 2026 alle Rentenbeziehenden. Wer bisher einen Scheck erhalten hat, muss sich auf das neue Verfahren einstellen und rechtzeitig ein Girokonto angeben.
Nutzen Sie die verbleibende Zeit, um diese Änderung ohne Stress zu bewältigen – idealerweise gemeinsam mit einer verlässlichen Anlaufstelle für Ihre finanziellen Fragen im Ruhestand.
Ihr L&R FinanzKonzepte Team mit dem Finanzblog für Akademiker

