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Tobias Riefe

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Glossar Finanzen und Versicherungen

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Begriff Definition
Sachversicherung

Eine Versicherung, die materielle Gegenstände, wie Gebäude, Maschinen oder Warenbestände, gegen Risiken wie Diebstahl, Feuer oder Naturkatastrophen absichert.

Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse)

Ein Rabatt in der Kfz-Versicherung, der auf der Dauer der schadenfreien Versicherungszeit basiert. Je länger der Versicherungsnehmer unfallfrei fährt, desto niedriger ist die Prämie.

Schadenquote

Der Anteil der Versicherungsleistungen im Verhältnis zu den eingenommenen Prämien eines Versicherers. Eine hohe Schadenquote kann die Rentabilität eines Versicherers beeinträchtigen.

Schadensregulierung

Der Prozess, bei dem ein Versicherer einen eingereichten Schaden prüft, die Kosten ermittelt und eine Zahlung leistet oder ablehnt.

Schlüsselverlustversicherung

Eine Versicherung, die die Kosten für den Ersatz verlorener oder gestohlener Schlüssel übernimmt, einschließlich der Kosten für den Austausch von Schlössern.

Schuldverschreibung

Eine Schuldverschreibung ist ein festverzinsliches Wertpapier, mit dem sich Staaten, Unternehmen oder Banken Kapital am Markt leihen. Käufer erhalten dafür regelmäßige Zinszahlungen und am Ende der Laufzeit den Nennwert zurück. Schuldverschreibungen gelten als vergleichsweise sichere Geldanlage, bergen aber Risiken wie Zinsänderungen oder Ausfall des Emittenten.

Schwankungsrückstellung

Eine Rücklage, die Versicherungsunternehmen bilden, um in Jahren mit hohen Schadensfällen stabil zu bleiben und ihre Leistungsfähigkeit zu sichern.

Selbstbeteiligung

Der Betrag, den der Versicherungsnehmer im Schadensfall selbst tragen muss, bevor der Versicherer zahlt. Eine höhere Selbstbeteiligung führt in der Regel zu niedrigeren Prämien.

Selbstgenutzte Immobilie

Eine Immobilie, die vom Eigentümer selbst bewohnt wird. In vielen Fällen gelten besondere Steuerregeln, z.B. im Rahmen der Erbschaftssteuer.

Sicherheitsleistung

Ein Betrag, den eine Partei im Rahmen eines Vertrags als Sicherheit hinterlegt, z.B. bei Bauprojekten oder Leasingverträgen. Versicherungen können diese Risiken absichern.

Sofortleistung

Eine Versicherungsleistung, die ohne Wartezeit oder aufwendige Nachweise sofort nach Eintritt eines Schadens gezahlt wird.

Sondervermögen

Sondervermögen bezeichnet das Vermögen eines Investmentfonds, das rechtlich vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt ist. Es dient ausschließlich den Anlegern und ist im Insolvenzfall der Kapitalverwaltungsgesellschaft geschützt. Das macht Sondervermögen besonders sicher, da es nicht zur Insolvenzmasse gehört und separat verwaltet wird.

Spezial-AIF

Ein Spezial-AIF (Alternativer Investmentfonds) ist ein Investmentfonds, der ausschließlich für professionelle oder semiprofessionelle Anleger bestimmt ist. Er unterliegt weniger strengen gesetzlichen Vorgaben als Publikumsfonds und kann z. B. in Immobilien, Private Equity oder Infrastruktur investieren. Spezial-AIFs bieten mehr Flexibilität, sind aber nicht für Privatanleger zugänglich.

Spezialfonds

Ein Spezialfonds ist ein Investmentfonds, der nicht öffentlich angeboten wird und sich ausschließlich an institutionelle oder professionelle Anleger richtet – etwa Versicherungen oder Versorgungswerke. Im Gegensatz zu Publikumsfonds unterliegen Spezialfonds weniger strengen gesetzlichen Vorgaben und können flexibler ausgestaltet werden, z. B. bei Anlagestrategie oder Risikosteuerung.

Sprintzertifikat

Ein Sprintzertifikat ist ein strukturiertes Anlageprodukt, das Anlegern überproportionale Gewinne bei moderat steigenden Kursen eines Basiswerts ermöglicht. Innerhalb eines bestimmten Kursbereichs (dem „Sprintkorridor“) wird die Kursentwicklung meist mit einem festen Faktor (z. B. 2:1) gehebelt. Steigt der Kurs darüber hinaus, ist der Gewinn jedoch begrenzt.

Sterbegeldversicherung

Eine Lebensversicherung, die eine feste Summe im Todesfall des Versicherten zahlt, um die Kosten für die Bestattung zu decken.

Streuung

Streuung (Diversifikation) bedeutet, Kapital auf viele Anlageklassen, Regionen, Branchen und Emittenten zu verteilen. So sinkt das Einzeltitelrisiko und Klumpenrisiken werden reduziert; Schwankungen glätten sich und das Verhältnis von Rendite zu Risiko kann sich verbessern. Wichtig: Streuung ersetzt keine Analyse und garantiert keine Gewinne. Regelmäßiges Rebalancing erhält die Zielverteilung und verhindert, dass einzelne Positionen zu dominant werden.

Stufenzinsanleihe

Eine Stufenzinsanleihe ist eine Anleihe mit planmäßig steigenden Zinssätzen über die Laufzeit. Anleger erhalten in den ersten Jahren niedrigere Zinsen, die sich dann stufenweise erhöhen. Am Ende wird der Nennwert zurückgezahlt. Diese Form eignet sich für Anleger, die mit steigenden Zinserträgen im Zeitverlauf planen möchten.

Summenversicherung

Eine Versicherung, bei der im Schadensfall eine feste Summe ausgezahlt wird, unabhängig von der tatsächlichen Höhe des entstandenen Schadens.

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