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Tobias Riefe

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betriebliche Vorsorge aus Hamburg

betriebliche Altersvorsorge, Arbeitskraftsicherung und Krankenversicherung - L&R FinanzKonzepte - Ihr persönlicher Versicherungsmakler

Wer Spitzenpersonal an sich binden und gute Arbeitnehmer gewinnen m√∂chte, kommt an Mitarbeiterbindungsinstrumenten heute nicht mehr vorbei. Dazu geh√∂ren betriebliche Arbeitskraftabsicherung und Altersvorsorge, Gruppenunfallversicherung und betriebliche Krankenversicherung. Wir unterst√ľtzen Sie bei der Suche nach dem richtigen Angebotsmix gepaart mit verst√§ndlichen Informationen, um gro√üe Akzeptanz in der Belegschaft sowie eine dauerhafte Mitarbeiterbindung zu erreichen.

Betriebliche Arbeitskraftsicherung (bAKS)

Finanzberatung zur betriebliche Arbeitskraftabsicherung

In einer Welt voller Unsicherheiten ist die Absicherung der eigenen Arbeitskraft ein wesentlicher Aspekt der finanziellen Planung. Dies gilt besonders f√ľr Akademiker die viel Zeit und Geld in ihrer Ausbildung investiert haben. Daher soll nachfolgend gekl√§rt werden, ob die Absicherung der Arbeitskraft √ľber den Betrieb eine sinnvolle Erg√§nzung oder Alternative zur individuellen Absicherung sein kann.

Bedeutung der Arbeitskraftabsicherung

Die F√§higkeit, durch Arbeit Einkommen zu erzielen, ist oft das gr√∂√üte Verm√∂gen, das eine Person besitzt. Der Verlust dieser F√§higkeit durch Krankheit oder Unfall kann dramatische finanzielle Folgen haben und wird daher auch als Existenzrisiko bezeichnet. Eine angemessene Absicherung bietet nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern auch ein wichtiges psychologisches Sicherheitsgef√ľhl.

Betriebliche vs. individuelle Absicherung

Individuelle L√∂sungen bieten gro√üe Flexibilit√§t und sind nicht an den Arbeitgeber gebunden. So kann zum einen die passende Gesellschaft, zum anderen die optimale Absicherung selbst bestimmt werden. Betriebliche L√∂sungen bieten hingegen oft Vorteile wie vereinfachte Gesundheitspr√ľfungen und k√∂nnen Teil eines attraktiven Mitarbeiterbenefits-Programms sein, indem der Arbeitgeber einen Teil oder die gesamten Kosten der Berufsunf√§higkeitsversicherung tr√§gt. Jeder der sich schon einmal pers√∂nlich mit der gewissenhaften Beantwortung der Gesundheitsfragen f√ľr seine Arbeitskraftabsicherung besch√§ftigt hat, wird sich √ľber eine vereinfachte, im optimalen Fall sogar nicht vorhandene, Gesundheitspr√ľfung freuen!

Die Wahl hängt daher von individuellen Faktoren wie dem Gesundheitszustand, der Karriereplanung, dem Angebot des Arbeitgebers und den persönlichen Finanzen ab.

Wie funktioniert eine betriebliche Arbeitskraftabsicherung?

Wie bei der betrieblichen Altersvorsorge wird der Vertrag zwischen dem Arbeitgeber (Versicherungsnehmer) und dem Versicherer geschlossen. Der Arbeitgeber ist gleichzeitig Beitragszahler f√ľr diesen Vertrag. Gleichzeitig erhalten die Arbeitnehmenden eine Zusage auf betriebliche Arbeitskraftabsicherung durch den Arbeitgeber. Sollte der Leistungsfall eintreten, also der Arbeitnehmende z.B. berufsunf√§hig werden, so zahlt der Versicherer die Versicherungsleistung an den Arbeitnehmenden. Die versicherte Person und der Leistungsempf√§nger ist somit unwiderruflich der Arbeitnehmende. Im Leistungsfall wird der Versicherer die Korrespondenz hinsichtlich der Abwicklung mit der versicherten Person f√ľhren.

Wer bezahlt die betriebliche Arbeitskraftabsicherung?

Der Frage nach der Bezahlung kann in jedem Unternehmen individuell gestaltet werden. Der Arbeigeber kann die Beitr√§ge f√ľr die betriebliche Arbeitskraftabsicherung vollst√§ndig √ľbernehmen oder einen Zuschuss im Rahmen der sogenannten Entgeltumwandlung gew√§hren. Im letzteren Fall wandelt der Arbeitnehmende also einen Teil seines Bruttoeinkommens in eine Arbeitskraftabsicherung um. Es werden also in gewissen Grenzen keine Steuern und Sozialabgaben f√§llig. Daf√ľr ist im Leistungsfall die Rente zu versteuern.  Unabh√§ngig von der gew√§hlten Finanzierungsvariante schlie√üt der Arbeitgeber den Vertrag und verwaltet diesen mit dem Versicherer zusammen.

Steuerliche und vertragliche Aspekte

Ein wichtiger Aspekt bei der Entscheidungsfindung ist die steuerliche Behandlung der Rente aus bzw. die Beitr√§ge f√ľr diese Versicherung. Die betriebliche Arbeitskraftabsicherung wird in der Regel als Direktversicherung analog zu einer betrieblichen Altersvorsorge behandelt. Somit ist der Arbeitgeber der Versicherungsnehmer und der Arbeitnehmer die versicherte Person. Es sollte daher strikt darauf geachtet werden, dass weder im Antragstellungs- noch im Leistungsprozess dem Arbeitgeber Gesundheitsdaten der Mitarbeiter zug√§nglich gemacht werden m√ľssen.

Mitarbeitermehrwerte

F√ľr Angestellte bieten betriebliche L√∂sungen oft Mehrwerte, wie g√ľnstigere Konditionen (auch Steuervorteile) oder vereinfachte Gesundheitspr√ľfungen, die gerade f√ľr Personen mit Vorerkrankungen vorteilhaft sein k√∂nnen. Wichtig ist f√ľr den Arbeitnehmenden: Bei Ausscheiden oder Wechsel des Arbeitgebers, kann der Vertrag privat ohne Gesundheitspr√ľfung fortgef√ľhrt werden.

Jetzt Beratungsgespräch zur betrieblichen Arbeitskraftsicherung vereinbaren!

Handlungsempfehlungen und Schlussfolgerungen

Die betriebliche Arbeitskraftabsicherung ist ein noch sehr selten genutzten Modul der betrieblichen Vorsorge. Als Arbeitgeber kann man sich mit einem entsprechenden Angebot im Wettbewerb um Fachkr√§fte positiv absetzen. In vielen F√§llen besteht bei Erwerbst√§tigen entweder noch gar keine Absicherung f√ľr den Berufsunf√§higkeitsfall oder die Absicherung ist der H√∂he nach nicht ausreichend. Eine entsprechende Sensibilisierung kann daher die Wertigkeit einen Angebots der betrieblichen Arbeitskraftabsicherung nochmals steigern.

Als Arbeitgeber sollte man seinen Mitarbeitenden ein Angebot zur betrieblichen Arbeitskraftabsicherung anbieten und die Vorteile deutlich herausstellen! F√ľr die Mitarbeitenden wird h√§ufig eine Kombination von betrieblicher und individueller Absicherung die beste L√∂sung sein.

betriebliche Arbeitskraftsicherung
- kurz und knapp:

  • Berufsunf√§higkeitsversicherung √ľber den Betrieb
  • Vereinfachte Gesundheitspr√ľfung bereits ab 10 Mitarbeitern m√∂glich
  • Beitr√§ge h√§ufig von Steuern und Sozialabgaben befreit
  • Echter Mehrwert f√ľr Mitarbeitende

Betriebliche Altersvorsorge (bAV)

Betriebliche Altersvorsorge

Zus√§tzliche Altersvorsorge macht nicht nur Sinn, sondern ist f√ľr Ihre Arbeitnehmer existenziell wichtig!
Seit Jahren steht fest: Die gesetzliche Rente reicht nicht. Zur√ľckzuf√ľhren ist dies in erster Linie auf den demographischen Wandel. Wir werden immer √§lter, d.h. die Phase des Rentenbezugs wird immer l√§nger. Gleichzeitig geht die Geburtenrate zur√ľck. Folglich zahlen immer weniger Arbeitnehmer in die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) ein. Daher funktioniert der sog. ‚ÄěGenerationenvertrag‚Äú nicht mehr. Haben fr√ľher drei Einzahler die Rente eines Rentners finanziert, finanzieren heute diese drei Einzahler bereits zwei Rentner. Das Ergebnis: Die gesetzliche Rente wird immer geringer und die Versorgungsl√ľcke der B√ľrger damit immer gr√∂√üer. Wer im Rentenalter seinen gewohnten Lebensstandard halten will, muss zus√§tzlich vorsorgen ‚Äď und das m√∂glichst fr√ľhzeitig!
Es gibt eine Vielzahl von M√∂glichkeiten, f√ľr den Ruhestand vorzusorgen - von einer klassischen Rentenversicherung √ľber Riester bis R√ľrup, etc.
Eine f√ľr Arbeitnehmer gut geeignete Variante der zus√§tzlichen Vorsorge ist die betriebliche Altersvorsorge (bAV). Sie bietet sowohl Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern einige Vorteile. Man unterscheidet dabei verschiedene Durchf√ľhrungswege. Es gibt z.B. Pensions- und Unterst√ľtzungskassen sowie die Direktversicherung.

Die Direktversicherung

ARBEITNEHMERFINANZIERTE DIREKTVERSICHERUNG

Der Arbeitgeber erteilt eine Zusage und trifft mit dem Mitarbeiter eine Entgeltumwandlungsvereinbarung. Der Arbeitgeber schlie√üt daraufhin eine Direktversicherung ab. Er kann dies bei seinem bevorzugten Versicherungsunternehmen tun, oder er √ľberl√§sst dem Mitarbeiter die Wahl der Gesellschaft. Der Arbeitgeber ist Versicherungsnehmer und f√ľhrt die Beitr√§ge ab, daher spricht man von Entgeltumwandlung. Versicherte Person ist der jeweilige Arbeitnehmer, bei dem von Beginn an das Bezugsrecht liegt. Die Beitr√§ge werden aus dem Bruttoentgelt des Arbeitnehmers abgef√ľhrt. Der Arbeitgeber f√∂rdert die Besparung mindestens in H√∂he der eingesparten Sozialversicherungsbeitr√§ge (Pauschal 15%).

ARBEITGEBERFINANZIERTE DIREKTVERSICHERUNG

Bei einer arbeitgeberfinanzierten Direktversicherung bestimmen Sie, ob und wie viel Sie in eine betriebliche Altersvorsorge f√ľr Ihre Mitarbeiter einzahlen wollen. Die eingezahlten Beitr√§ge sind Betriebsausgaben und reduzieren somit die Steuerlast Ihres Unternehmens.
Auch Mischformen sind möglich. Sie können sich als Arbeitgeber an der betrieblichen Altersvorsorge beteiligen, indem Sie einen Zuschuss in die Direktversicherung des Mitarbeiters fließen lassen, der oberhalb der gesetzlichen Vorgaben liegt.

STEUERLICHE BEHANDLUNG BEIM ARBEITNEHMER

Die Beitr√§ge zu einer Direktversicherung werden staatlich gef√∂rdert (¬ß 3 Nr. 63 EStG). Dazu m√ľssen sie aus einem ersten Dienstverh√§ltnis stammen. Es muss also Lohnsteuerklasse I bis V vorliegen.
Die Beitr√§ge bleiben dann bis zu 8% der Beitragsbemessungsgrenze f√ľr die gesetzliche Rentenversicherung steuerfrei (die ersten 4% sind steuer- und sozialabgabenfrei, die n√§chsten 4% sind nur steuerfrei).
Die spätere Rentenzahlung unterliegt der nachgelagerten Besteuerung (§ 22 Nr. 5 EStG). Auch bei der Ermittlung des Krankenversicherungsbeitrags in der gesetzlichen Krankenversicherung werden die Rentenzahlungen aus der betrieblichen Altersvorsorge angerechnet.

STEUERLICHE BEHANDLUNG BEIM ARBEITGEBER

Eine Direktversicherung zählt nicht zum Betriebsvermögen. Der Wert der Versicherung muss deshalb nicht in der Bilanz aktiviert werden. Die Beiträge zur Direktversicherung bleiben bis zur Höhe von 4% der Beitragsbemessungsgrenze zur GRV sozialversicherungsfrei.

GERINGVERDIENERF√ĖRDERUNG

Seit 2018 erhalten Sie als Arbeitgeber einen Zuschuss, wenn Sie Mitarbeitern mit einem Einkommen von maximal 2.575 Euro brutto / Monat eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung einrichten. Zahlen Sie einen Beitrag zwischen 240 Euro und 960 Euro j√§hrlich ein, erhalten Sie 30 % des Beitrags zus√§tzlich zur steuerlichen Absetzbarkeit √ľber die Lohnsteuerverrechnung erstattet.

WAS PASSIERT BEI INSOLVENZ?

Aufgrund des sofortigen unwiderruflichen Bezugsrechtes bei einer arbeitnehmerfinanzierten Direktversicherung hat der Arbeitnehmer vom ersten Tag an ein Recht auf die Versicherungsleistungen. Handelt es sich um eine Arbeitgeberfinanzierung, entsteht das unwiderrufliche Bezugsrecht erst nach einer mehrj√§hrigen Betriebszugeh√∂rigkeit. Eine Direktversicherung f√§llt nicht in die Insolvenzmasse, sie ist insolvenzgesch√ľtzt.

WAS PASSIERT BEI ARBEITGEBERWECHSEL?

Scheidet ein Mitarbeiter aus Ihrem Unternehmen aus, geben sich folgende Möglichkeiten:

  • Der neue Arbeitgeber √ľbernimmt den Vertrag.
  • √úber den neuen Arbeitgeber wird eine neue Direktversicherung abgeschlossen. Das vorhandene Versorgungskapital aus dem ersten Vertrag wird auf den neuen Vertrag √ľbertragen.
  • Der Arbeitnehmer kann den Vertrag aus eigenen Beitr√§gen weiter finanzieren.
  • Der Vertrag wird beitragsfrei gestellt, er l√§uft also ohne weitere Beitragszahlungen mit entsprechend reduzierter k√ľnftiger Rente weiter.

Die Unterst√ľtzungskasse

Eine Unterst√ľtzungskasse ist eine rechtlich selbstst√§ndige Versorgungseinrichtung. Sie dient einzig und allein der Erbringung von betrieblichen Altersvorsorgeleistungen. Die Unterst√ľtzungskasse schlie√üt zur Sicherung der Versorgungsleistungen R√ľckdeckungsversicherungen ab. Die zugesagten Leistungen der Unterst√ľtzungskasse und der Leistungsumfang der R√ľckdeckungsversicherung sind stets gleich hoch, so dass zu keinem Zeitpunkt eine Finanzierungsl√ľcke besteht. Man spricht hier von einer sog. kongruenten R√ľckdeckung.

Man kann zwei Arten von Unterst√ľtzungskassen unterscheiden. Zum einen gibt es firmeneigene Unterst√ľtzungskassen. Diese Form ist eher f√ľr Gro√üunternehmen geeignet. Zum anderen gibt es eine Reihe von Gruppenunterst√ľtzungskassen. Letztere stehen als √ľberbetriebliche Versorgungseinrichtungen grunds√§tzlich jedem Unternehmen offen und sind somit auch f√ľr kleine und mittelst√§ndische Betriebe gut geeignet.

Die Altersvorsorge √ľber eine Unterst√ľtzungskasse kann arbeitgeber- oder arbeitnehmerfinanziert erfolgen.

ARBEITGEBERFINANZIERUNG

√úbernehmen Sie als Arbeitgeber die Finanzierung, zahlen Sie einen bestimmten monatlichen Beitrag (Zuwendungen) in die Unterst√ľtzungskasse ein. Auf Grund von steuerrechtlichen Anforderungen m√ľssen diese bis zum Rentenbeginn fortlaufend, gleich bleibend oder steigend vorgesehen werden. Einmalige oder variable Zuwendungen sind nicht m√∂glich.

Der Arbeitnehmer erh√§lt von der Unterst√ľtzungskasse eine schriftliche Zusage √ľber die betriebliche Altersversorgung. Prinzipiell gibt es keine steuerliche Begrenzung √ľber die H√∂he der Zuwendungen. Allerdings ist in der K√∂rperschaftsteuer-Durchf√ľhrungsverordnung eine maximale Leistung an Versorgungsberechtigte geregelt (¬ß 2 KStDV).

Die Zuwendungen an die Unterst√ľtzungskasse k√∂nnen als Betriebsausgaben abgesetzt werden und wirken somit steuermindernd f√ľr Ihr Unternehmen. Die sp√§tere Auszahlung an die Mitarbeiter ist als Kapitalleistung oder monatliche Rentenzahlung m√∂glich. Sie erfolgt entweder √ľber Ihr Unternehmen oder wird ebenfalls direkt von der Unterst√ľtzungskasse √ľbernommen. Je nach Unterst√ľtzungskasse fallen unterschiedliche Verwaltungsgeb√ľhren an. Zudem sind Beitr√§ge an den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) zu entrichten. Der PSVaG stellt sicher, dass die (unverfallbaren) Leistungen an ihre Mitarbeiter auch dann erf√ľllt werden k√∂nnen, wenn das Unternehmen insolvent werden sollte. Diese Kosten k√∂nnen ebenfalls abgesetzt werden. Bei laufenden Renten besteht eine Anpassungspr√ľfungspflicht im Abstand von drei Jahren. Das bedeutet, dass die zugesagten Renten regelm√§√üig hinsichtlich der Wertstabilit√§t zu pr√ľfen sind. Diese Pflicht entf√§llt, wenn eine j√§hrliche Anpassung der Leistungen um wenigstens 1% vereinbart ist. Bei Kapitalleistungen besteht keine Anpassungspr√ľfungspflicht.

ARBEITNEHMERFINANZIERUNG

Arbeitnehmer haben zudem die M√∂glichkeit, die Beitr√§ge an die Unterst√ľtzungskasse aus eigenem Einkommen zu finanzieren (Entgeltumwandlung). Auch hier ist der Arbeitgeber Vertragspartner der Unterst√ľtzungskasse. Im Rahmen der sog. Entgeltumwandlungsvereinbarung wird schriftlich festgelegt, welchen Betrag der Mitarbeiter monatlich einzahlen will. Die gew√ľnschte Summe wird direkt vom Bruttogehalt abgezogen und vom Arbeitgeber an die Unterst√ľtzungskasse √ľberwiesen. Der Arbeitnehmer spart sich somit die entsprechenden Sozialversicherungsbeitr√§ge und die auf den Betrag anfallenden Steuern.

INSOLVENZSCHUTZ

F√ľr den Fall der Insolvenz des Tr√§gerunternehmens (Arbeitgeber) besteht f√ľr gesetzlich unverfallbare Anwartschaften und laufende Versorgungsleistungen eine Absicherung durch den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG).
bAV-Anwartschaften aus Zusagen, die nach dem 31.12.2017 erteilt wurden, bleiben bereits dann erhalten, wenn das Arbeitsverhältnis nach Vollendung des 21. Lebensjahres (also ab dem 21. Geburtstag) eintritt und die Zusage bereits mindestens 3 Jahre bestanden hat (bisher galt eine Unverfallbarkeitsfrist von 5 Jahren und eine Altersgrenze von 25 Jahren)


STEUERLICHE BEHANDLUNG BEIM ARBEITGEBER IM √úBERBLICK

  • F√ľr die zugesagten Versorgungsleistungen sind keine Pensionsr√ľckstellungen zu bilden.
  • Zahlungen des Arbeitgebers an die Unterst√ľtzungskasse sind Betriebsausgaben (¬ß 4d Abs. 1 Satz 1 Nr. 1c EStG).
  • Verwaltungskosten, die an die Unterst√ľtzungskasse gezahlt werden, und Beitr√§ge an den PSV sind ebenfalls Betriebsausgaben (¬ß 4 Abs. 4 EStG).

STEUERLICHE BEHANDLUNG BEIM ARBEITNEHMER IM √úBERBLICK

Bei Arbeitgeberfinanzierung:

  • Die Zuwendungen des Arbeitgebers an die Unterst√ľtzungskasse haben f√ľr den Arbeitnehmer keine lohnsteuerlichen Auswirkungen.
  • Bei Bezug der Leistungen (Rente oder Kapital) sind diese mit dem dann g√ľltigen pers√∂nlichen Steuersatz zu versteuern (¬ß 19 Abs. 1 Nr. 2 EStG).
  • Die erhaltenen Leistungen werden auch auf die Gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung angerechnet und erh√∂hen ggf. deren Beitrag (privat Vollversicherte sind davon nicht betroffen).
  • F√ľr Kapitalleistungen besteht die F√ľnftelungsm√∂glichkeit (¬ß 34 EStG).

Bei Arbeitnehmerfinanzierung / Entgeltumwandlung:

  • Es fallen keine Steuern auf die umgewandelten Gehaltsbestandteile an, egal wie hoch der Umwandlungsbetrag ist.
  • Die umgewandelten Beitr√§ge sind zudem bis zu 8% der BBG GRV (West) steuerfrei (die ersten 4% sind steuer- und sozialabgabenfrei, die n√§chsten 4% nur noch steuerfrei).

BESONDERHEITEN BEI DER VERSORGUNG VON GESELLSCHAFTER-GESCH√ĄFTSF√úHRERN √úBER EINE UNTERST√úTZUNGSKASSE

Bei Zusagen an einen GGF sind aus steuerlichen Gr√ľnden folgende Voraussetzungen zus√§tzlich zu erf√ľllen:

  • Der Arbeitsvertrag muss steuerlich anerkannt sein
  • Der Erdienbarkeitszeitraum (10 Jahre) muss eingehalten werden
  • Die H√∂he der Versorgung muss angemessen sein (75% der Jahresbruttobez√ľge m√∂glich)
  • Keine √úberversorgung
  • Maximales Pensionsalter 70 Jahre
  • Bei einem beherrschenden GGF ist der H√∂chstbetrag f√ľr Vorsorgeaufwendungen nach ¬ß 10 Abs. 3 EStG (z.B. Beitr√§ge f√ľr eine R√ľrup-Rente) um einen fiktiven Gesamtbeitrag zur GRV (BBG Ost) zu k√ľrzen.

VORTEILE F√úR ARBEITGEBER IM √úBERBLICK

  • Die Unterst√ľtzungskasse √ľbernimmt die komplette Verwaltung
  • Beitr√§ge und Verwaltungskosten k√∂nnen als Betriebsausgaben steuerwirksam geltend gemacht werden
  • Die von der Unterst√ľtzungskasse √ľbernommenen Leistungsversprechen sind bilanzneutral; es sind keine R√ľckstellungen zu bilden
  • Ihr Unternehmen wird als Arbeitgeber attraktiver (Mitarbeitergewinnung, /-bindung und Motivation)

VORTEILE F√úR ARBEITNEHMER IM √úBERBLICK

  • H√∂heres Versorgungsniveau als bei anderen Durchf√ľhrungswegen absicherbar
  • W√§hrend der Ansparphase sind die eingezahlten Beitr√§ge Pf√§ndungs- und Hartz-IV-sicher
  • Mit anderen Vorsorgeformen gut kombinierbar (z.B. Direktversicherung)

Warum ist die betriebliche Altersvorsorge interessant?

RECHTSANSPRUCH ERF√úLLT

Als Arbeitgeber sind Sie dazu verpflichtet, Ihren Arbeitnehmern eine betriebliche Altersvorsorge zu ermöglichen.
GUT F√úR IMAGE, MOTIVATION UND MITARBEITERBINDUNG
Arbeitgeber, die Ihre Mitarbeiter zu einer zus√§tzlichen Altersvorsorge anregen und diese vielleicht sogar durch Zusch√ľsse dabei unterst√ľtzen, zeigen soziale Verantwortung. Das wirkt sich positiv auf das Image aus, erh√∂ht die Bindung an das Unternehmen und steigert die Motivation.

MITTEL ZUR MITARBEITERGEWINNUNG

Bei der Personalgewinnung kann eine gute betriebliche Altersvorsorge eine wichtige Rolle spielen. Oftmals beeinflusst ein interessantes Vorsorgepaket die Entscheidung der Wunschkandidaten mehr, als z.B. ein Firmenwagen. Mit einer durchdachten betrieblichen Altersvorsorge machen Sie Ihr Unternehmen fit f√ľr den ‚ÄěWar for Talents‚Äú.

ERSPARNIS

Sie sparen Sozialversicherungsbeitr√§ge auf die abgef√ľhrten Beitr√§ge zur Direktversicherung bis max. 4% der Beitragsbemessungsgrenze der GRV. Beitr√§ge, die Sie als Arbeitgeber freiwillig zuschie√üen, sind Betriebsausgaben

ZUSCHUSSPFLICHT

Seit 2019 m√ľssen f√ľr neu abgeschlossene, durch Gehaltsumwandlung finanzierte bAV-Vertr√§ge 15% des umgewandelten Sparbetrags als Arbeitgeberzuschuss einbezahlt werden. F√ľr bereits bestehenden Vertr√§ge, die vor 2019 abgeschlossen wurden, gilt diese neue Zuschusspflicht seit 2022.
Bestehende Versorgungszusagen, die einen Arbeitgeberzuschuss zur bAV bereits vorsehen, erf√ľllen diese Neuverpflichtung zum Zuschuss nach dem Betriebsrentenst√§rkungsgesetz nicht automatisch. Dies raten wir immer zu pr√ľfen!

FLEXIBLE PRODUKTAUSWAHL

Sie bzw. Ihr Mitarbeiter können aus einer Vielzahl von Versicherungstarifen auswählen - von klassischer Kapitalanlage bis Anlage in Fonds.

Wissenswertes

DIE VORTEILE F√úR ARBEITGEBER AUF EINEN BLICK

  • Rechtanspruch auf Entgeltumwandlung erf√ľllt
  • Imageverbesserung
  • Motivation und Mitarbeiterbindung
  • Mittel zur Gewinnung qualifizierter Arbeitnehmer
  • Steuer- und sozialabgabenmindernde Wirkung der Zusch√ľsse
  • Sozialversicherungsbeitr√§ge werden eingespart
  • Bilanzneutral und gut kalkulierbar
  • Minimaler Verwaltungsaufwand
  • Flexible Produktauswahl
  • √úbertragungsm√∂glichkeit bei Ausscheiden des Mitarbeiters


DIE VORTEILE F√úR ARBEITNEHMER AUF EINEN BLICK

  • Steuerlich gef√∂rderte Altersvorsorge
  • Individuelle Gestaltung m√∂glich
  • Beitr√§ge sind bis zur F√∂rdergrenze sozialversicherungs- und einkommenssteuerfrei
  • Nachgelagerte Besteuerung
  • Auch f√ľr kleine Beitr√§ge gut geeignet
  • Vertrag kann bei Ausscheiden zum neuen Arbeitgeber mitgenommen oder privat weitergef√ľhrt werden

F√ľr wen ist die betriebliche Altersvorsorge interessant?

Die betriebliche Altersvorsorge ist im Prinzip f√ľr jeden Mitarbeiter interessant, der plant langfristig in Ihrem Unternehmen zu bleiben.
Auch Auszubildende und geringf√ľgig Besch√§ftigte haben mit der betrieblichen Altersvorsorge eine ausgezeichnete M√∂glichkeit, die Rente aufzubessern.
Im Rahmen des Betriebsrentenst√§rkungsgesetzes wurde die m√∂gliche Anrechnung einer Betriebsrente auf die Grundsicherung entsch√§rft. Dadurch lohnt sich bAV auch f√ľr Mitarbeiter mit kleinem Einkommen wieder.

TARIFVERTR√ĄGE

In vielen Branchen ist die betriebliche Altersvorsorge bereits in den Tarifvertr√§gen geregelt. Sie sollten sich daher gegebenenfalls vorab informieren, ob auch f√ľr Ihr Unternehmen tarifvertragliche Regelungen gelten.

MINIJOBRENTE

Auch geringf√ľgig Besch√§ftigte k√∂nnen mit Hilfe einer bAV vorsorgen, ohne Einbu√üen beim Gehalt. Durch die sog. Minijobrente hat diese Berufsgruppe die M√∂glichkeit, Vorsorge allein durch die Investition von Arbeitszeit aufzubauen. Einzige Voraussetzungen: Das Arbeitsverh√§ltnis muss unbefristet sein und der Verdienst darf 520 ‚ā¨ im Monat nicht √ľberschreiten.

UMWANDLUNG VERM√ĖGENSWIRKSAME LEISTUNGEN

Vermögenswirksame Leistungen (VL) sind grundsätzlich steuer- und sozialversicherungspflichtig, denn sie sind Bestandteil des Lohns/Gehalts. Herkömmliche VL (Bausparen, Fondssparen, Banksparen etc.) belasten den Arbeitnehmer mit Steuern und Sozialabgaben.

Besser: Umwandlung der VL-Beiträge in eine Beitragszahlung zur bAV. Die Arbeitnehmer sparen dadurch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, was wiederum das Nettogehalt erhöht.

Der Anteil an Sozialabgaben, den Sie als Arbeitgeber sparen, f√ľhren Sie ab 2019 bzw. 2022 quasi kostenneutral als Arbeitgeberzuschuss den bAV-Vertr√§gen Ihrer Mitarbeiter zu.

betriebliche Altersvorsorge
- kurz und knapp:

  • Mit Arbeitgeber-Zusch√ľssen die Attraktivit√§t steigern
  • Honorarberatung f√ľr Arbeitgeber und Arbeitnehmer empfehlenswert
  • Jeder Durchf√ľhrungsweg hat Vor- und Nachteile
  • Akzeptanz in der Belegschaft ben√∂tigt gute Kommunikation

Gruppenunfallversicherung

Betriebliche Krankenversicherung

QualiÔ¨Āzierte und motivierte Mitarbeiter sind die Basis f√ľr den gesch√§ftlichen Erfolg Ihrer Firma. Mit einer betrieblichen Gruppen-Unfallversicherung erh√∂hen Sie Ihre Attraktivit√§t als Arbeitgeber und sch√ľtzen sich und Ihre Mitarbeiter vor den wirtschaftlichen Folgen eines Unfalls. Und das zu besonders attraktiven Konditionen.

Schadenbeispiele aus der Praxis

FINGER WEG
Herr W., seit Jahren in einem Betrieb f√ľr Metallverarbeitung in Hamburg Bergedorf besch√§ftigt, trennte sich drei Finger der rechten Hand ab. Ein Unfall mit fatalen Folgen. Neben den Schmerzen hatte er auch psychisch schwer mit der Situation zu k√§mpfen. Herr W. hat eine Frau und drei kleine Kinder, die auf seinen Verdienst, aber auch auf seine h√§usliche Unterst√ľtzung angewiesen sind. Nun kann er keinen dieser Bereiche mehr gen√ľgend erf√ľllen. Der Vorgesetzte von Herrn W. machte sich schwerste Vorw√ľrfe, da er an diesem Tag Zeitdruck ausge√ľbt hatte.


AUF DER BAUSTELLE
Herr J. und Frau K., beide leitende Angestellte in der Baubranche, waren auf einer Baustelle in Hamburg Hohenfelde, um sich ein Bild ihres Projekts vor Ort zu machen. Da fiel ein St√ľck eines Betonblocks beim Aufladen aus dem Schaufellader. Durch einen Warnruf gelang es Herrn J. gerade noch, zur Seite zu springen. Dennoch traf ihn der Block so hart, dass er sich die Schulter brach und mit Folgesch√§den rechnen muss. Im Rahmen der Gruppenunfallversicherung gab es Schadensersatz, der die finanzielle Zukunft von Herrn J. sichert.

Warum ist der Abschluss einer Unfallversicherung zu empfehlen?

  • Der Unternehmer ist im Netz der Sozialversicherung f√ľr seine Bed√ľrfnisse nur unzureichend versorgt. Eine freiwillige Versicherung in der Berufsgenossenschaft ist zwar m√∂glich, allerdings mit vielen Einschr√§nkungen und nur mit unzureichenden Versicherungssummenkombinationen.
  • Die Berufsgenossenschaft zahlt bei Arbeits- und Wegeunf√§llen erst ab einer Minderung der Erwerbsf√§higkeit von mind. 20%. Zudem ist nur der direkte Weg zum Arbeitsplatz mitversichert - nicht der kurze Abstecher zum B√§cker. Im Gegensatz dazu bietet die Gruppenunfallversicherung einen 24-Stunden-Schutz, auch im Privatbereich.

F√ľr wen ist die Gruppenunfallversicherung geeignet?

Eine Gruppen-Unfallversicherung ist nicht nur f√ľr gro√üe Unternehmen interessant. Auch kleine Firmen k√∂nnen von diesen Tarifen profitieren, denn oft ist eine Absicherung schon ab drei Personen m√∂glich.
Geeignete Personenkreise sind zum Beispiel:

  • Firmeninhaber
  • Mitarbeitende Angeh√∂rige
  • sonstige Angeh√∂rige, z. B. Kinder (je nach Tarif)
  • Arbeiter
  • Auszubildende
  • Geringf√ľgig Besch√§ftigte

Was ist √ľber eine Gruppenunfallversicherung versichert?

Die Bausteine und die Versicherungssummen k√∂nnen flexibel gestaltet werden ‚Äď individuell f√ľr einzelne Personen oder Personengruppen ohne Namensnennung (z. B. nur Auszubildende, nur Prokuristen, nur Mitarbeiter mit einer l√§ngeren Betriebszugeh√∂rigkeit etc. - diese Personengruppen sind dann automatisch bei Firmeneintritt mitversichert).
In der Regel ist bei den Versicherungstarifen eine Einstufungen nach den Gefahrengruppen A (nicht körperlich tätig) und Gefahrengruppe B (körperlich tätig) vorgesehen.
Somit können Firmeninhaber und Mitarbeiter entsprechend der eigenen Lebenssituation, gezielt gegen die Folgen eines Unfalls abgesichert werden.

Vorteile einer Gruppenunfallversicherung

BEITRAGSVORTEIL
Der Beitrag zur Gruppen-Unfallversicherung ist deutlich g√ľnstiger als der zu einer vergleichbaren Einzel-Unfallversicherung.

ZUS√ĄTZLICHE SOZIALLEISTUNG
Durch die Übernahme der Gruppenunfallversicherungsbeiträge der Mitarbeiter als zusätzliche Sozialleistung, werden diese enger an das Unternehmen gebunden.

BESONDERES ANGEBOT F√úR IHRE MITARBEITER
Es besteht auch die M√∂glichkeit, dass die Mitarbeiter die g√ľnstigen Beitr√§ge zur Gruppenunfallversicherung aus dem Arbeitslohn selber finanzieren.

Welche Gefahren und Schäden sind abgedeckt?

Versichert sind entsprechend dem Vertragsumfang alle vorher vereinbarten Leistungsarten (z. B. Tod, Invalidität, Krankenhaustagegeld, Bergungskosten, etc.).
Die Gruppenunfallversicherung sch√ľtzt die versicherten Personen bei Unf√§llen √ľblicherweise weltweit rund um die Uhr. Auf Wunsch k√∂nnen auch nur Arbeits- und Wegeunf√§lle oder Dienstreisen abgesichert werden.

Die steuerliche Behandlung einer Gruppenunfallversicherung

Schlie√üt ein Arbeitgeber zugunsten seiner Arbeitnehmer eine betriebliche Gruppen-Unfallversicherung ab, so stellen die hierf√ľr gezahlten Beitr√§ge Betriebsausgaben dar.

Die steuerliche Behandlung auf Seiten der versicherten Arbeitnehmer, richtet sich danach, ob durch den Arbeitgeber ein vertraglicher Direktanspruch auf die Leistungen eingeräumt worden ist oder nicht.

OHNE DIREKTANSPRUCH

Wurde dem versicherten Arbeitnehmer kein Direktanspruch einger√§umt, so stellen die laufenden Beitr√§ge zur Gruppen-Unfallversicherung keinen Arbeitslohn dar und sind demzufolge auch nicht zu versteuern. Kommt es nun zu einem Leistungsfall und zu einer Auszahlung der Versicherungssumme an den Arbeitnehmer, so ist die geleistete Versicherungssumme steuerfrei. Allerdings m√ľssen im Leistungsfall die Beitr√§ge r√ľckwirkend versteuert werden.

L√§uft die Auszahlung √ľber den Arbeitgeber, so gilt diese als steuerpflichtige Betriebseinnahme. Das Einverst√§ndnis des Arbeitnehmers muss bei Vertragsschluss, sp√§testens jedoch im Leistungsfall vorgelegt werden.

MIT DIREKTANSPRUCH

Wurde dem versicherten Arbeitnehmer ein Direktanspruch eingeräumt, so stellen die laufenden Beiträge Arbeitslohn dar und sind zu versteuern.
Eine Durchschnittsbildung ist m√∂glich. Betr√§gt also der durchschnittliche Beitrag inkl. der gesetzlichen Versicherungssteuer √ľber alle versicherten Personen des Vertrages durchschnittlich maximal 119,00 EUR, so kann der Arbeitgeber eine ‚ÄěPauschalversteuerung‚Äú mit einem Satz von 20 % (zzgl. Soli und pauschaler KiSt) auf den Nettobeitrag ohne Versicherungssteuer vornehmen.

Die als Schadenersatz geleistete Versicherungssumme an den Arbeitnehmer wird auch in diesem Fall steuerfrei ausgezahlt.
Eine Ausnahme ist die Unfallrente. Sie ist im Leistungsfall mit dem sog. Ertragsanteil zu versteuern.

Bitte besprechen Sie die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten mit Ihrem Steuerberater.

Gruppenunfallversicherung
- kurz und knapp:

  • Absicherung der gesamten Belegschaft oder einzelner Gruppen m√∂glich
  • Kosteng√ľnstige Gruppenkonditionen
  • Einfaches An- und Abmeldeverfahren
  • Steuerliche Gestaltungsm√∂glichkeiten beachten

Betriebliche Krankenversicherung (bKV)

Betriebliche Krankenversicherung

EIN BONUS F√úR IHRE MITARBEITER UND F√úR IHRE FIRMA!
Dass die Zahl der Arbeitnehmer abnimmt und dass die Belegschaften √§lter werden, m√ľssen immer mehr Firmen schmerzlich erfahren.
Drei Problemfelder entstehen dadurch f√ľr den Arbeitgeber:

  • Es wird zunehmend schwieriger den Bedarf an Fach- und F√ľhrungskr√§ften zu decken. Das betrifft sowohl die Gewinnung neuer, als auch die Bindung vorhandener Mitarbeiter.
  • Die Belegschaften in den Unternehmen altern. Da die krankheitsbedingten Ausfallzeiten mit zunehmendem Alter steigen, f√ľhrt das zu einem erheblichen Produktivit√§tsverlust und zu einer Erh√∂hung der krankheitsbedingten Kosten.
  • Die Leistungen in der GKV werden immer weiter reduziert und das trotz steigender Beitragss√§tze. Durch die schlechtere Gesundheitsversorgung der Mitarbeiter verl√§ngern sich die Genesungs- und damit die Ausfallzeiten und dar√ľber hinaus steigen durch die Erh√∂hung der Beitragss√§tze auch noch die Lohnnebenkosten.

Durch eine betriebliche Krankenversicherung k√∂nnen Sie daf√ľr sorgen, dass die Ausfallzeiten in Ihrem Unternehmen wieder sinken und durch den zus√§tzlichen Versicherungsschutz bieten Sie den MitarbeiterInnen einen Mehrwert, den diese so auf dem Markt - aufgrund der eigenen gesundheitlichen Voraussetzungen - vielleicht gar nicht mehr bekommen k√∂nnen. Es ergibt sich hier f√ľr Sie und Ihre Mitarbeiter eine klassische Win-Win-Situation.
Sie besteht aus Zulagen und zus√§tzlich ist die Sparleistung √ľber den Sonderausgabenabzug in Ihrer Steuererkl√§rung absetzbar.

Wie funktioniert die betriebliche Krankenversicherung?

Grunds√§tzlich ist die ‚Äěbetriebliche Krankenversicherung‚Äú als solche nicht definiert. Allgemeing√ľltig ist, dass der Arbeitgeber einen Vertrag mit einer oder mehreren Privaten Krankenversicherungen schlie√üt. Er w√§hlt dazu einen oder mehrere Tarife f√ľr seine Mitarbeiter aus, oder stellt eine Auswahl von Tarifen zur Verf√ľgung. Dar√ľber hinaus haben die Versicherer verschiedene Voraussetzungen definiert, unter denen sie bestimmte Tarife oder tarifliche Verg√ľnstigungen einr√§umen.

Als Zugangsvoraussetzung wird entweder eine vorgegebene Quote von allen Mitarbeitern oder eine Mindestanzahl von Mitarbeitern verlangt. Werden diese Voraussetzungen voll erf√ľllt, wird Versicherungsschutz f√ľr die Mitarbeiter zumeist ohne Gesundheitspr√ľfung geboten. Werden die Voraussetzungen nur teilweise erf√ľllt, erfolgt zum Teil nur eine ‚Äěvereinfachte Gesundheitspr√ľfung‚Äú. Diese ist bei einigen Anbietern wiederum mit einem ‚ÄěKontrahierungszwang‚Äú f√ľr den Versicherer verbunden, so dass jeder Mitarbeiter auch Versicherungsschutz erh√§lt.

Je nach Versicherungsgesellschaft k√∂nnen weitere Vorgaben des Versicherers gegeben sein. So setzen einige Versicherer voraus, dass es zumindest ein Sammelinkasso bei der Firma geben kann. Andere verlangen auch, dass die Firma Versicherungsnehmer und damit Beitragsschuldner ist. Dar√ľber hinaus gibt es auch unterschiedliche Einschr√§nkungen der Versicherer in Bezug auf verschiedene Berufsgruppen.

Welche Vorteile ergeben sich f√ľr den Arbeitnehmer?

  • Aufnahmegarantie trotz Vorerkrankungen
  • Verg√ľnstigte Konditionen
  • Verbesserung der Arbeitszufriedenheit


EIN BEISPIEL
Einer Ihrer Kundendienst-Mitarbeiter aus Hamburg hatte schon lange R√ľckenprobleme. Nach einem Bandscheibenvorfall hat er nun beschlossen etwas f√ľr seine Gesundheit zu tun und beginnt regelm√§√üig Sport zu treiben. Bei einer seiner Joggingrunden √ľbersieht er allerdings ein Schlagloch. Er stolpert so ungl√ľcklich, dass er sich mehrere B√§nder im Knie rei√üt. Stehen und erst recht Autofahren sind ihm nun leider nicht mehr m√∂glich. Gl√ľcklicherweise hatten Sie in der Woche zuvor eine betriebliche Krankenversicherung mit einem Tarif abgeschlossen, der Ihren Mitarbeitern f√ľr ambulante und station√§re Operationen wahl√§rztliche Behandlung und bei station√§ren Operationen ein Einbettzimmer absichert. Ihr Mitarbeiter kann daher einen ausgewiesenen Spezialisten f√ľr die notwendige Operation konsultieren.
Ihrem Mitarbeiter selbst wäre ein solcher Versicherungsschutz aufgrund seiner Vorerkrankungen höchstwahrscheinlich verwehrt geblieben.

Welche Vorteile ergeben sich f√ľr den Arbeitgeber?

  • Imageaufwertung des Unternehmens
  • Attraktivit√§t bei der Mitarbeitergewinnung steigt

WEITER IM BEISPIEL
Auch f√ľr Sie ergibt sich durch Ihre Entscheidung f√ľr die betriebliche Krankenversicherung hier nun ein unmittelbarer Nutzen. Aufgrund der Behandlung durch den Speziallisten verheilen die Folgen der Operation ungew√∂hnlich schnell. Und da Ihr Mitarbeiter durch die Zusatzversicherung als Privatpatient gilt, lie√ü sich die Wartezeit auf die Operation auch betr√§chtlich verk√ľrzen, so dass die Ausfallzeit Ihres Mitarbeiters nur einen Bruchteil dessen betrug, was ohne Zusatzversicherung zu erwarten gewesen w√§re.

Und auch Ihr Mitarbeiter freut sich, dass ihm aufgrund Ihrer F√ľrsorge viele Wochen mit Schmerzen erspart wurden.

Beiträge

Die Beitr√§ge in der betrieblichen Krankenversicherung sind in der Regel ohne Altersr√ľckstellungen kalkuliert. Dies f√ľhrt zu Beitr√§gen, die zun√§chst g√ľnstig sind, im Zeitverlauf aber ansteigen.

Bez√ľglich der Finanzierung der betrieblichen Krankenversicherung sind drei Konstellationen denkbar und m√∂glich:

  • Arbeitnehmerfinanziert und die Beitragszahlung erfolgt auch durch den Arbeitnehmer.

Diese Variante ist die f√ľr den Arbeitgeber einfachste. Der Arbeitgeber schlie√üt lediglich einen Rahmenvertrag und hat dar√ľber hinaus nichts mehr mit dem Vorgang zu tun. Allerdings ist es einerseits auf diese Art und Weise sehr schwierig, die f√ľr den Entfall der Gesundheitspr√ľfung notwendigen Quoten zusammen zu bekommen und andererseits wird diese M√∂glichkeit auch nur von wenigen Anbietern der bKV angeboten.

  • Arbeitnehmerfinanziert und die Beitragszahlung erfolgt durch den Arbeitgeber.

Bei dieser Variante tauchen keine wesentlichen √Ąnderungen zu der oben genannten Variante auf. Sie wird nur von ein paar weiteren Anbietern als M√∂glichkeit zur Verf√ľgung gestellt, da die Abwicklung einfacher zu organisieren ist.

  • Die Arbeitgeberfinanzierte betriebliche Krankenversicherung

Bei der Arbeitgeberfinanzierten bKV sind wiederum zwei Möglichkeiten gegeben. Laut des Urteils des Bundesfinanzhofs sind die Beiträge zur bKV als Sachlohn anzusehen und dementsprechend steuerlich zu behandeln. Die Entscheidung wurde am 28.06.2019 im Bundessteuerblatt BStBI II 2019, S. 371 veröffentlicht und ist nunmehr als verbindlich anzusehen.

    • Der Arbeitnehmer versteuert die Beitr√§ge der bKV als geldwerten Vorteil und entrichtet auch den Arbeitnehmeranteil der Sozialabgaben f√ľr diesen.
    • Der Arbeitgeber versteuert die von ihm gezahlten Beitr√§ge f√ľr den Arbeitnehmer pauschal.

Der Vorteil: So lange die Beitr√§ge pro Mitarbeiter unter der Freigrenze von 50 Euro liegen, sind diese steuerfrei. Ein echter Mehrwert also sowohl f√ľr Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber.

Es gilt jedoch zu beachten, dass Arbeitgeber in Ihrer Gestaltung der bKV frei sind. Somit kann es sich sowohl um Bar- als auch Sachlohn handeln. Je nachdem, ob die Beitr√§ge zur bKV vom Arbeitgeber direkt an das Versicherungsunternehmen abgef√ľhrt werden oder auf das Gehaltskonto des Mitarbeiters flie√üen.

betriebliche Krankenversicherung
- kurz und knapp:

  • Fehlzeiten der Mitarbeiter durch top Gesundheitsschutz reduzieren
  • Versicherungsschutz z.T. ohne Risikopr√ľfung
  • z.T. auch f√ľr Angeh√∂rige der Mitarbeiter m√∂glich
  • Budgettarife, um den individuellen Bed√ľrfnissen gerecht zu werden

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