• Blog
  • 1

Kundeninformation

Die Berufsunfähigkeitsversicherung – Was das ist und warum jede/r eine haben sollte!

  • Posted on:  Freitag, 23 April 2021 20:00
Die Berufsunfähigkeitsversicherung – Was das ist und warum jede/r eine haben sollte! www.pixabay.com

Auf den Punkt. Die wichtigsten Fakten rund ums Thema BU und warum bereits Schüler eine abschließen sollten.

Grundsätzlich ist die Berufsunfähigkeitsversicherung einer der Grundbausteine der privaten Vorsorge und um sich finanziell abzusichern. Sollten Sie  aufgrund von Krankheit oder eines Unfalls Ihren aktuellen Beruf gar nicht mehr oder für längere Zeit nicht mehr ausüben können, tritt der Versicherungsfall ein und Sie werden finanziell aufgefangen. Die staatliche Erwerbsminderungsrente reicht in diesen Fällen häufig nicht aus.

Warum niemand ohne BU sein sollte

Und so unwahrscheinlich, dass eben genau der o.g. Fall eintritt ist es statistisch nicht. Mittlerweile wird jeder Dritte Bundesdeutsche unter 50 berufsunfähig. Allerdings viel erschreckender: Nur jeder vierte Berufstätige in Deutschland verfügt über eine abgeschlossene Berufsunfähigkeitsversicherung.
Die vier häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind: Psyche, Krebserkrankungen, Krankheiten des Bewegungsapparats und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hier ist bemerkenswert, dass es zwischen Männern und Frauen unterschiedliche Verteilungen gibt. Männer werden gerade aufgrund der beiden letztgenannten Gründe berufsunfähig, wohingegen Frauen vor allem wegen der Psyche und Krebserkrankungen aus dem Beruf scheiden.

Wichtig ist daher vor allem die Prävention

Sport und eine gesunde Ernährung können Vielem vorbeugen. Auch eine gute Work-Life-Balance, sowie ein stabiles Arbeitsumfeld können psychischen Erkrankungen wie Burn-Out entgegenwirken oder sie verhindern. Besonders in der Gruppe der Menschen unter 25 ist die Psyche ein wesentlich größerer Grund berufsunfähig zu werden. Manche Versicherer reden sogar von bis zu der Hälfte der jährlich gemeldeten Fälle.
Nicht abzuschätzen sind aktuell noch die mittelbaren Folgen durch Covid. So kann in einigen Fällen die Psyche besonders bei einer starken finanziellen/wirtschaftlichen Belastung leiden.

Man kann nicht alle Faktoren beeinflussen und ausschließen

Trotz guter Prävention verbleibt immer ein Restrisiko. Gerade die aktuelle pandemische Krise zeigt, dass es immer wieder Faktoren gibt, die nicht zu beeinflussen sind. Eine gute Absicherung ist daher der Schlüssel. Möglicherweise kann auch so eine psychische Belastung eingedämmt werden.

Definition: Ab wann genau gilt man nun als berufsunfähig?

Im gesetzlichen Sinne der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung ist man dann, wenn der zuletzt ausgeübte Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge von Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Verfall ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausgeübt werden kann, § 172 Versicherungsvertragsgesetz.

Es sind daher vier Kriterien zu berücksichtigen:
1.    Ihr zuletzt ausgeübter Beruf
2.    Ihre gesundheitliche Beeinträchtigung
3.    Der Einfluss der Beeinträchtigung
4.    Die voraussichtliche Dauer der Beeinträchtigung

Der Gesetzgeber geht im vierten Punkt jedoch davon aus, dass die Beeinträchtigung so stark sein muss, dass der im Vorfeld ausgeübte Beruf nie mehr ausgeübt werden könne. Aber Entwarnung: Viele Versicherer sind hier deutlich kulanter. Bei ihnen genügt es, dass der Beruf zu 50 % nicht mehr ausgeübt werden kann. Hinsichtlich der Dauer gilt meist, dass die Dauerhaftigkeit bereits gegeben ist, sollten sie für wenigstens 6 Monate ausfallen.

Die oben erwähnte Erwerbsminderungsrente hingegen wird Ihnen nur ausgezahlt, sollten Sie grundsätzlich keiner Arbeit mehr nachgehen können (unabhängig von Ihrer Qualifikation). Hierbei wird nach maximal möglicher täglicher Stundenarbeitszeit gestaffelt. Und wie bereits geschildet: Selbstständige fallen hier vollkommen raus. Ohne gesetzlichen Rentenanspruch auch kein Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente.

„Schüler brauchen doch keine Berufsunfähigkeitsversicherung“

Das stimmt so leider nicht. Ängste und Depressionen sind bei Schülern, besonders durch die erhöhten Anforderungen und Leistungsdruck immer früher schon ausgeprägt. Die aktuelle Krise tut, Stichwort Homeschooling, fehlende soziale Kontakte und Notabitur ihr übriges. Weitere bekannte Probleme sind Atemwegserkrankungen, Infektionen und Augenprobleme.

Aber mal positiv gesprochen: Je jünger, desto günstiger der Beitrag. Denn: Je jünger, desto besser ist der Gesundheitszustand. Daher sollte ein früher Einstieg bereits genutzt werden um sich die Beiträge auch bei einer Gefahrenerhöhung zum Einstieg ins Berufsleben zu sichern.
Abschließend noch ein Hinweis: Selbst für Beamte gibt es eine ähnliche Absicherungsmöglichkeit. Die so genannte Dienstunfähigkeitsversicherung bietet ebenfalls zur staatlichen Sicherung eine private Vorsorge, die sich in den meisten Fällen lohnt.

Soweit die Grundlagen. Nächste Woche beschäftigen wir uns wann und wie Sie am besten einen Antrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung stellen und was Sie verpflichtet sind anzugeben.

Gelesen 124 mal

Telefonkontakt

Haben Sie Fragen?
Dann rufen Sie uns an!
040 / 180 44 590-0

EmailNachricht senden

NewsletterNewsletter abonnieren

 
Whofinance
Tobias Riefe L&R FinanzKonzepte
 
4.80von 5 Sternen343 Kundenempfehlungen
 

 

 

Mikogo Sitzungslogin und Start

Sitzung beitreten
Sitzungsnummer:
Ihr Name:
 
  Powered by Mikogo
Sitzungslogin
powered by Mikogo
Sitzungsnummer:
Ihr Name:
Passwort:
 
  Verbindungsart:
Verbindungsprogramm
HTML Viewer