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Haus- und Immobilienverwalter brauchen Gewerbehaftpflicht

  • Posted on:  Freitag, 22 Februar 2019 10:00
Haus- und Immobilienverwalter brauchen Gewerbehaftpflicht www.pixabay.com

Neue Pflichten für Haus- und Immobilienverwalter! Ab März brauchen sie nicht nur eine Gewerbeerlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung (GewO). Sie müssen dann auch eine Berufshaftpflichtversicherung vorweisen. Wer noch keine hat, muss sich sputen: Eine Übergangsfrist für langjährig tätige Hausverwalter läuft dann aus.

Haus- und Immobilienverwalter haben eine große Verantwortung. Sie treiben oft nicht nur die Mieten der Bewohner ein, sondern erstellen im Auftrag eines Besitzers zum Beispiel auch die Nebenkosten-Abrechnung, beauftragen Versorgungsleistungen wie Strom, Abfallentsorgung und Wasser und kümmern sich um weitere Belange des Hauses. Aus diesem Grund verwunderte es, dass sie bisher nur wenige Anforderungen erfüllen mussten, um ihrem Beruf nachzugehen. In der Regel reichte eine Anzeigepflicht als Voraussetzung zur Berufszulassung.

Doch der Gesetzgeber hat das geändert und die Bedingungen für diesen Beruf deutlich verschärft. Schon seit dem 22. Juni 2018 mussten die Hausverwalter eine gewerberechtliche Erlaubnis nach § 34c Gewerbeordnung (GewO) einholen, um ihrer Tätigkeit nachzugehen. Seit dem 1. August 2018 mussten neue Verwalter auch eine Berufshaftpflichtversicherung nachweisen, wenn sie ihren Beruf antraten. Schließlich können die Konsequenzen für die Bewohner bitter sein, wenn die Hausverwaltung Fehler macht. Man stelle sich nur vor, im Winter fällt die Heizung aus!

Zugleich aber hatte der Gesetzgeber eine Übergangsregel für „alte Hasen“ etabliert, die ihrem Beruf schon länger nachgehen: eine Schonfrist quasi, um diese Mindestanforderungen nachzuholen und nicht ihren Beruf aufgeben zu müssen.

Hier ist also ab März ein Eintrag bei den Gewerbeämtern Pflicht — und eben eine gewerbliche Haftpflichtversicherung. Die Anforderungen hierfür sind in der „Vierten Verordnung zur Änderung der Makler- und Bauträgerverordnung“ definiert. Konkret müssen für Vermögensschäden pro Versicherungsfall mindestens 500.000 Euro Versicherungssumme vereinbart sein, für alle Versicherungsfälle eines Jahres mindestens eine Million Euro. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!

 
 
 
 
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